Unbekannt
Sonntag, 13. September 2009, 18:30
Hallo!
Ich halte Muzio Clementi für einen Mozart und Haydn ebenbürtigen Komponisten für Klaviermusik (und ansonsten bislang keinen anderen Generationsgenossen).
Geboren wurde Clementi am 23.1.1752 in Rom. Er war bereits im Kindesalter hochbegabt, erhielt mit sechs Jahren (Einzel-)Musikunterricht, wurde mit neun Jahren Organist und fing mit zwölf an zu komponieren. Ab 1766 lebte Clementi vorwiegend in England, wo er sich hauptsächlich auf seine Karriere als Pianist und Komponist für Klavier konzentrierte. Er unternahm zahlreiche Konzertreisen auf dem Kontinent, wobei es 1781 zu dem berühmten Wettstreit zwischen ihm und Mozart kam. Mozart kritisierte Clementi stark, wobei sich die Kritik eher auf seine Interpretationen als Piansist bezog als auf seine Kompositionsfähigkeiten.
Im Laufe der Jahre komponierte Clementi 72 Klaviersonaten sowie zahlreiche andere Klaviermusik, aber auch u.a. sechs Sinfonien und 15 Violinkonzerte. Sein berühmtestes Werk ist die Klavier-Etüden-Sammlung "Gradus ad Parnassum". Nebenbei machte sich Clementi auch als Verleger einen Namen (einige bedeutende Kompositionen Beethovens wurden von ihm verlegt) sowie als Klavierbauunternehmer („Clementi & Co.“).
Am 10.3.1832 starb er auf seinem Landsitz in Evesham (Worcestershire), begraben ist er im Kloster der Westminster Abbey.

Der Rezeptionsgeschichte der Klaviermusik Clementis verlieh ausgerechnet Vladimir Horowitz Schwung, der diesen Komponisten sehr schätzte und wieder einigermaßen bekannt machte. Heute gibt es zahlreiche CD-Veröffentlichungen mit Klaviersonaten Clementis (meistens mit historischem Instrument), darunter sogar Gesamtaufnahmen. Am besten gefällt mir nach wie vor die Immerseel-CD (insbesondere beim direkten f-moll-Sonaten-Vergleich ziehe ich sie Staier vor). Meine Lieblingssonate ist die B-dur-Sonate op. 24/2 (die mit dem Zauberflöte-Ouvertüren-Thema), aber auch die drei op. 40er-Sonaten gefallen mir sehr gut (hier kenne ich die Naxos-CD mit De Maria auf modernem Flügel).
op. 13, 6
op. 24, 2
op. 25, 5
op. 37, 2
(Vorsicht! Die Immerseel-CD kann man bei JPC sowohl für 7,99 Euro als auch für 18,99 Euro bestellen!)
Wer kennt denn den "Gradus ad Parnassum"? Vier CDs voller Etüden schrecken mich vom Kennenlernen ab. Was macht das Werk den besonderer als beispielsweise Czernys Etüdensammlung? Oder ist Clementi da eher mit Chopin vergleichbar?
Hat jemand weitere Tips zu schönen Klaviersonaten Clementis und deren CD-Aufnahmen? Oder auch von Nicht-Klaviermusik?
Viele Grüße,
Martin.
Ich halte Muzio Clementi für einen Mozart und Haydn ebenbürtigen Komponisten für Klaviermusik (und ansonsten bislang keinen anderen Generationsgenossen).
Geboren wurde Clementi am 23.1.1752 in Rom. Er war bereits im Kindesalter hochbegabt, erhielt mit sechs Jahren (Einzel-)Musikunterricht, wurde mit neun Jahren Organist und fing mit zwölf an zu komponieren. Ab 1766 lebte Clementi vorwiegend in England, wo er sich hauptsächlich auf seine Karriere als Pianist und Komponist für Klavier konzentrierte. Er unternahm zahlreiche Konzertreisen auf dem Kontinent, wobei es 1781 zu dem berühmten Wettstreit zwischen ihm und Mozart kam. Mozart kritisierte Clementi stark, wobei sich die Kritik eher auf seine Interpretationen als Piansist bezog als auf seine Kompositionsfähigkeiten.
Im Laufe der Jahre komponierte Clementi 72 Klaviersonaten sowie zahlreiche andere Klaviermusik, aber auch u.a. sechs Sinfonien und 15 Violinkonzerte. Sein berühmtestes Werk ist die Klavier-Etüden-Sammlung "Gradus ad Parnassum". Nebenbei machte sich Clementi auch als Verleger einen Namen (einige bedeutende Kompositionen Beethovens wurden von ihm verlegt) sowie als Klavierbauunternehmer („Clementi & Co.“).
Am 10.3.1832 starb er auf seinem Landsitz in Evesham (Worcestershire), begraben ist er im Kloster der Westminster Abbey.
Der Rezeptionsgeschichte der Klaviermusik Clementis verlieh ausgerechnet Vladimir Horowitz Schwung, der diesen Komponisten sehr schätzte und wieder einigermaßen bekannt machte. Heute gibt es zahlreiche CD-Veröffentlichungen mit Klaviersonaten Clementis (meistens mit historischem Instrument), darunter sogar Gesamtaufnahmen. Am besten gefällt mir nach wie vor die Immerseel-CD (insbesondere beim direkten f-moll-Sonaten-Vergleich ziehe ich sie Staier vor). Meine Lieblingssonate ist die B-dur-Sonate op. 24/2 (die mit dem Zauberflöte-Ouvertüren-Thema), aber auch die drei op. 40er-Sonaten gefallen mir sehr gut (hier kenne ich die Naxos-CD mit De Maria auf modernem Flügel).
op. 13, 6
op. 24, 2
op. 25, 5
op. 37, 2
(Vorsicht! Die Immerseel-CD kann man bei JPC sowohl für 7,99 Euro als auch für 18,99 Euro bestellen!)
Wer kennt denn den "Gradus ad Parnassum"? Vier CDs voller Etüden schrecken mich vom Kennenlernen ab. Was macht das Werk den besonderer als beispielsweise Czernys Etüdensammlung? Oder ist Clementi da eher mit Chopin vergleichbar?
Hat jemand weitere Tips zu schönen Klaviersonaten Clementis und deren CD-Aufnahmen? Oder auch von Nicht-Klaviermusik?
Viele Grüße,
Martin.
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