Unbekannt
Sonntag, 13. Juni 2010, 20:05
Hallo ihr alle, ich eröffne nun einen Thread über den Italiener Marco Uccellini, der wie ich finde zu den ganz besonders herausragenden Instrumentalkomponisten des Frühbarock zählt und für mich als Geiger besonders interessant ist.
Also Marco Uccellini (sein Nachname bedeutet "Vögelchen") wurde irgendwann zwischen 1603 und 1610 in Forlimpopoli geboren und war sein ganzes Leben Haus- und Hofkompositör am Hofe von Modena und später in Parma, wo er Sonaten, Opern und Ballette schrieb. Nur seine Instrumentalmusik ist erhalten geblieben und kann deshalb Zustand einer Diskussionsrunde sein. Uccellini starb 1680 für die damaligen Verhältnisse hochbetagt in seiner Heimatstadt. Insgesamt 8 Kompendien von Sonaten und anderen Werken dieser Gattung haben wir heute von ihm.
Am bekanntesten ist vielleicht seine schmissige "Aria Sopra La Bergamasca" aus Op. 5 (1649), die nicht zuletzt durch die poppige Interpretation von Il Giardino Armonico zu einer Art Volksschlager der HIP-Szene geworden ist. Aber auch seine Violinsonaten - oftmals mit illustrativen Titeln wie "La Laura Rilucente", "La Ebrea Marinata" oder "La Hortensia Virtuosa" - haben mittlerweile einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Ich mag seine Musik, weil sie einem so viele Freiheiten lässt - einerseits durch den typisch frühitalienischen Kartoffeldruck, andererseits durch die freie und ungebundene Form, die an den Stylus Phantasticus einerseits, andererseits durch Tanzeinschübe an Volksmusik denken lässt.
Zwei reine Uccellini-CDs kann ich euch wärmstens empfehlen. Dass das Repertoire sich ggfl. überschneidet macht nichts - beide Interpreten sind grundverschieden und jeder für sich einmalig.
Was meint ihr??
Also Marco Uccellini (sein Nachname bedeutet "Vögelchen") wurde irgendwann zwischen 1603 und 1610 in Forlimpopoli geboren und war sein ganzes Leben Haus- und Hofkompositör am Hofe von Modena und später in Parma, wo er Sonaten, Opern und Ballette schrieb. Nur seine Instrumentalmusik ist erhalten geblieben und kann deshalb Zustand einer Diskussionsrunde sein. Uccellini starb 1680 für die damaligen Verhältnisse hochbetagt in seiner Heimatstadt. Insgesamt 8 Kompendien von Sonaten und anderen Werken dieser Gattung haben wir heute von ihm.
Am bekanntesten ist vielleicht seine schmissige "Aria Sopra La Bergamasca" aus Op. 5 (1649), die nicht zuletzt durch die poppige Interpretation von Il Giardino Armonico zu einer Art Volksschlager der HIP-Szene geworden ist. Aber auch seine Violinsonaten - oftmals mit illustrativen Titeln wie "La Laura Rilucente", "La Ebrea Marinata" oder "La Hortensia Virtuosa" - haben mittlerweile einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Ich mag seine Musik, weil sie einem so viele Freiheiten lässt - einerseits durch den typisch frühitalienischen Kartoffeldruck, andererseits durch die freie und ungebundene Form, die an den Stylus Phantasticus einerseits, andererseits durch Tanzeinschübe an Volksmusik denken lässt.
Zwei reine Uccellini-CDs kann ich euch wärmstens empfehlen. Dass das Repertoire sich ggfl. überschneidet macht nichts - beide Interpreten sind grundverschieden und jeder für sich einmalig.
Was meint ihr??