Unbekannt
Donnerstag, 17. Februar 2011, 20:02
Beim Durchlesen des Programms der diesjährigen Händel-Festspiele in Göttingen fällt unter Musik im Gottesdienst der Name Johann Friedrich Schweinitz, Stadtkantor von Göttingen von 1740 - 1780 auf. Von diesem wird im Pfingstgottesdienst eine Kantate aufgeführt: "Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken".
Also, Griff zum Eitner, und siehe da, es gibt dort einen Andreas Schweinitz, Organist in Treuenbrietzen, der etliche, recht üppig besetzte Kantaten hinterlassen hat, alle in Brüssel liegend.
Misstrauisch geworden (wie kommt eine unbedeutende preußische Kleinst stadt dazu, so stark besetzte Kantaten aufzuführen?) wird telefoniert: mit dem derzeitigen Stadtkantor in Göttingen und seinem theologisch-musikalischen Berater, danach Bach-Archiv.
Aus all dem ergibt sich ein vorläufiges Bild:
- Eitner hat sich beim Vornamen geirrt.
- Johann Friedrich Schweinitz war Ende der 20er, Anfang der 30ger des 18. Jhdts. Student? in Leipzig. 1740 wurde er auf Empfehlung von Johann Mathias Gesner, von 1730 - 1734 Rektor der Thomasschule, danach Professor an der Uni Göttingen, zum Stadtkantor in Göttingen ernannt, und wirkte dort sehr erfolgreich bis 1780. Woher kannte Gesner Schweinitzs musikalische Fähigkeiten?
- Aus Schweinitzs Hand gibt es Stimmenabschriften zu 2 Bachkantaten.
- Aber es geht noch weiter: Die Werke Schweinitz in Brüssel stammen alle aus der Westphalauktion. Westphal hat bekanntlich sehr vieles von und über CPEB erworben. Gibt es da weitere Zusammenhänge?
Weiter: hat möglicherweise Johann Nikolaus Forkel, der sich 1769 als stud.jur. in Göttingen immatrikulierte, seine große Verehrung für JSB mittels Schweinitz erhalten, vertiefen können?
Fragen über Fragen!
Möglicherweise begrüßt uns demnächst ein bislang unbekannter Bachschüler musikalisch.....in Göttingen.
Also, Griff zum Eitner, und siehe da, es gibt dort einen Andreas Schweinitz, Organist in Treuenbrietzen, der etliche, recht üppig besetzte Kantaten hinterlassen hat, alle in Brüssel liegend.
Misstrauisch geworden (wie kommt eine unbedeutende preußische Kleinst stadt dazu, so stark besetzte Kantaten aufzuführen?) wird telefoniert: mit dem derzeitigen Stadtkantor in Göttingen und seinem theologisch-musikalischen Berater, danach Bach-Archiv.
Aus all dem ergibt sich ein vorläufiges Bild:
- Eitner hat sich beim Vornamen geirrt.
- Johann Friedrich Schweinitz war Ende der 20er, Anfang der 30ger des 18. Jhdts. Student? in Leipzig. 1740 wurde er auf Empfehlung von Johann Mathias Gesner, von 1730 - 1734 Rektor der Thomasschule, danach Professor an der Uni Göttingen, zum Stadtkantor in Göttingen ernannt, und wirkte dort sehr erfolgreich bis 1780. Woher kannte Gesner Schweinitzs musikalische Fähigkeiten?
- Aus Schweinitzs Hand gibt es Stimmenabschriften zu 2 Bachkantaten.
- Aber es geht noch weiter: Die Werke Schweinitz in Brüssel stammen alle aus der Westphalauktion. Westphal hat bekanntlich sehr vieles von und über CPEB erworben. Gibt es da weitere Zusammenhänge?
Weiter: hat möglicherweise Johann Nikolaus Forkel, der sich 1769 als stud.jur. in Göttingen immatrikulierte, seine große Verehrung für JSB mittels Schweinitz erhalten, vertiefen können?
Fragen über Fragen!
Möglicherweise begrüßt uns demnächst ein bislang unbekannter Bachschüler musikalisch.....in Göttingen.