Unbekannt
Freitag, 4. Februar 2011, 14:52
František Jiránek (* 1698 in Lomnitz an der Popelka; † 1778 in Dresden) war ein böhmischer Komponist des Spätbarock.
Der bislang unbekannte Böhmische Meister wurde als Kind von Angestellten des Grafen Wenzel Morzin geboren, er hatte anfänglich wie seine Eltern eine Anstellung beim Grafen. Dieser ermöglichte ihm zwischen 1724 und 1726 einen dreijährigen Aufenthalt in Venedig, um im Umfeld Antonio Vivaldis oder bei ihm selber zu studieren. Die Tatsache, dass Graf Morzin Widmungsträger von Vivaldis op. 8 (darin die bekannten „Vier Jahreszeiten“ enthalten) und Auftraggeber für mehrere Fagottkonzerte des Venezianers war, legt dies nahe.
Ab 1726 war Jiránek wieder in Prag als Mitglied in der Morzins Kapelle. Hier hatten unter anderem Antonin Reichenauer und kurzzeitig auch J.J. Fasch eine Anstellung.
Nach dem Tode des Grafen, im Jahr 1737 verließ er Prag und fand eine Anstellung in der Kapelle des sächsischen Premierministers Heinrich von Brühl in Dresden. Jiránek wurde nach von Brühls Tod 1763 pensioniert und wohnte bis zu seinem Ableben 1778 in Dresden .
Die überlieferten Kompositionen Jiráneks sind ausschließlich Instrumentalwerke, Violinsonaten, Triosonaten, Sinfonias und Concertos deren Stil die Vermutung, dass er ein Schüler Vivaldis war bekräftigen. In den Spätwerken übernahm er zunehmend Elemente des Empfindsamen-Stils. Trotzdem gelang es Jiránek, seinen Werken eine gewisse persönliche, böhmische Charakteristik zu geben.
Das junge tschechische HIP Ensemble Collegium Marianum nahm erstmals Werke Jiráneks auf, darunter ein Fagottkonzert gespielt von Sergio Azzolini.
Jean-Christophe Puceks Blog http://www.passee-des-arts.com/article-l…k-63705250.html bietet einige vollständige Sätze.
Der bislang unbekannte Böhmische Meister wurde als Kind von Angestellten des Grafen Wenzel Morzin geboren, er hatte anfänglich wie seine Eltern eine Anstellung beim Grafen. Dieser ermöglichte ihm zwischen 1724 und 1726 einen dreijährigen Aufenthalt in Venedig, um im Umfeld Antonio Vivaldis oder bei ihm selber zu studieren. Die Tatsache, dass Graf Morzin Widmungsträger von Vivaldis op. 8 (darin die bekannten „Vier Jahreszeiten“ enthalten) und Auftraggeber für mehrere Fagottkonzerte des Venezianers war, legt dies nahe.
Ab 1726 war Jiránek wieder in Prag als Mitglied in der Morzins Kapelle. Hier hatten unter anderem Antonin Reichenauer und kurzzeitig auch J.J. Fasch eine Anstellung.
Nach dem Tode des Grafen, im Jahr 1737 verließ er Prag und fand eine Anstellung in der Kapelle des sächsischen Premierministers Heinrich von Brühl in Dresden. Jiránek wurde nach von Brühls Tod 1763 pensioniert und wohnte bis zu seinem Ableben 1778 in Dresden .
Die überlieferten Kompositionen Jiráneks sind ausschließlich Instrumentalwerke, Violinsonaten, Triosonaten, Sinfonias und Concertos deren Stil die Vermutung, dass er ein Schüler Vivaldis war bekräftigen. In den Spätwerken übernahm er zunehmend Elemente des Empfindsamen-Stils. Trotzdem gelang es Jiránek, seinen Werken eine gewisse persönliche, böhmische Charakteristik zu geben.
Das junge tschechische HIP Ensemble Collegium Marianum nahm erstmals Werke Jiráneks auf, darunter ein Fagottkonzert gespielt von Sergio Azzolini.
Jean-Christophe Puceks Blog http://www.passee-des-arts.com/article-l…k-63705250.html bietet einige vollständige Sätze.