Unbekannt
Dienstag, 14. September 2010, 18:29
Über Etienne de Liège (auch als Stephen of Liege oder Stephan von Tongern bekannt,) ist auf den ersten Blick nicht viel zu finden und dann, wenn man über die englische Wikipedia auf den Eintrag im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon - dem ich schon häufiger interessante Hinweise verdankt habe - verwiesen wird, ist man doch erstaunt über die Vielzahl an Informationen.
Den Beitrag des Autors Wilhelm Kohl für dieses Online-Lexikon fasse ich hier einmal zusammen:
Etienne de Liège wird kurz vor 850 in den Niederlanden geboren. Er entstammt dem fränkischen Hochadel und wird in Metz (nachgewiesen für 864) und später an der Hofschule Karls des Kahlen (gest. 877) erzogen. In Metz wird Etienne unter Erzbischof Robert (883 - 917) um 888 Domkanoniker. Er besitzt schließlich die Abteien Saint-Mihiel [!] bei Verdun, Saint Evre in Toul, Monstier-sur-Sambre.
König Ludwig das Kind (893 - 911) bestätigt ihm den Besitz der Abteien Lobbes, Fosse, Herbitzheim, des Fiskus’ Theux und fügt Einkünfte in Maastricht hinzu. König Karl der Einfältige verleiht ihm außerdem die Abteien Hastières, Saint-Rombaud in Mecheln und den Forst Theux. Nach dem 9.1.901 wird er zum Bischof von Lüttich (Liège) gewählt, behält aber auch all seine Klöster.
Mit seinem Freund Hucbald gehört Etienne zu den bedeutendsten Förderern der liturgischen Musik. Er führt das Trinitatis-Fest ein und schafft dafür Officiumsgesänge, Antiphonen und Respensorien, zumindest für die großen Horen. Am 19.5. 920 stirbt er und wird in der Krypta von Saint-Lambert in Liège begraben.
Er hinterlässt eine Vita des Hl. Lambertus und ein dem Metzer Erzbischof Robert gewidmetes neuartiges, brevierähnliches Chorbuch, den Liber capitularis.
Etiennes Werke sind in die große Quellensammlung MGH (Monumenta Germaniae Historica) aufgenommen; auch diese Quellenangaben sowie eine Vielzahl an Literaturhinweisen verzeichnet dieser Beitrag von Wilhelm Kohl.
Discographie: Medieval.Org
CD: Etienne de Liège. In festo sanctissimae trinitatis. Psallentes. RIC 249.
Mit Verweis auf ein Video: "http://www.youtube.com/watch?v=RAKSyZzUGoI&feature=related"
Gloria tv. Video: "http://new.gloria.tv/?media=94545"
lg vom eifelplatz, Chris.
Den Beitrag des Autors Wilhelm Kohl für dieses Online-Lexikon fasse ich hier einmal zusammen:
Etienne de Liège wird kurz vor 850 in den Niederlanden geboren. Er entstammt dem fränkischen Hochadel und wird in Metz (nachgewiesen für 864) und später an der Hofschule Karls des Kahlen (gest. 877) erzogen. In Metz wird Etienne unter Erzbischof Robert (883 - 917) um 888 Domkanoniker. Er besitzt schließlich die Abteien Saint-Mihiel [!] bei Verdun, Saint Evre in Toul, Monstier-sur-Sambre.
König Ludwig das Kind (893 - 911) bestätigt ihm den Besitz der Abteien Lobbes, Fosse, Herbitzheim, des Fiskus’ Theux und fügt Einkünfte in Maastricht hinzu. König Karl der Einfältige verleiht ihm außerdem die Abteien Hastières, Saint-Rombaud in Mecheln und den Forst Theux. Nach dem 9.1.901 wird er zum Bischof von Lüttich (Liège) gewählt, behält aber auch all seine Klöster.
Mit seinem Freund Hucbald gehört Etienne zu den bedeutendsten Förderern der liturgischen Musik. Er führt das Trinitatis-Fest ein und schafft dafür Officiumsgesänge, Antiphonen und Respensorien, zumindest für die großen Horen. Am 19.5. 920 stirbt er und wird in der Krypta von Saint-Lambert in Liège begraben.
Er hinterlässt eine Vita des Hl. Lambertus und ein dem Metzer Erzbischof Robert gewidmetes neuartiges, brevierähnliches Chorbuch, den Liber capitularis.
Etiennes Werke sind in die große Quellensammlung MGH (Monumenta Germaniae Historica) aufgenommen; auch diese Quellenangaben sowie eine Vielzahl an Literaturhinweisen verzeichnet dieser Beitrag von Wilhelm Kohl.
Discographie: Medieval.Org
CD: Etienne de Liège. In festo sanctissimae trinitatis. Psallentes. RIC 249.
Mit Verweis auf ein Video: "http://www.youtube.com/watch?v=RAKSyZzUGoI&feature=related"
Gloria tv. Video: "http://new.gloria.tv/?media=94545"
lg vom eifelplatz, Chris.