Unbekannt
Mittwoch, 10. November 2010, 13:26
Le parnasse françois:
Antoine Dauvergne
(1713-1797)
Antoine Dauvergne wurde am 3. Oktober 1713 in Moulins geboren. Sein Vater Jacques Dauvergne war ebenfalls Musiker und wahrscheinlich sein erster Lehrer. Seine Karriere begann als Violinist in Moulins und Clermont-Ferrand; in den späten 1730er Jahren muss er nach Paris übergesiedelt sein. Er studiere Komposition bei Rameau, wurde 1739 Violinist in der königlichen Kammermusik und erhilet das Privileg zum Druck seines op. 1 mit 6 Sonates en trio. 1744 wurde er Mitglied des Opernorchesters und wurde im Lauf der Jahre auch immer häufiger las Dirigent eingesetzt; 1752 führte er seine erstes eigenes Ballet in vier Akten auf, Les amours de Tempé, unter großem Lob für seinen guten Geschmack und gute Kenntniss der Harmonie. Ein Jahr darauf feierte er mit der Oper Les Troqueurs den größten Triumph seiner Karriere, die ihn zwanzig Jahre an den Bühnen von Stadt und Hof hielt.
Weitere Ämter sollten folgen, u.a.:
- compositeur de la chambre du roi 1753
- directeur de Concert spirituel (mit Nicolas-René Joliveau) 1762-1769
- directeur de l'Académie royale de musique (mit Nicolas-René Joliveau) 1769-1772
- directeur de l'Opera 1772-74
- directeur général de l'Académie royale de musique 1780-1782
- directeur de l'Opera 1784-85
- directeur général de l'Académie royale de musique 1785-1790
Während seiner Zeit an der Oper war er z.B. in die Verhandlungen mit Gluck involviert. Allerdings kam sein Stil allmählich aus der Mode; seine letzte Zeit an der Oper 1785 brachte ihm mehr oder weniger nur Kritik ein. Dies, der Tod seiner zweiten Frau 1787, und die politischen Unsicherheiten der Zeit, die sich negativ auf sein Einkommen auswirkten, zwangen ihn zum Rückzug aus dem öffentlichen Musikleben - als er am 11. Februar 1797 starb, war er praktisch vergessen.
Seine Musik wird sehr unterschiedlich beurteilt. Bei der Sakralmusik ist es am schwersten, weil nichts erhalten ist.
Die Instrumentalmusik experimentiert zwischen französischen und italienischen Einflüssen - manche Autoren erinnert seine Orchesterbehandlung an Gluck. Die Sonaten würde ich gerne einmal hören ...
op. 1 - 6 Sonaten für 2 Violinen & b.c. (1739)
op. 2 - 12 Sonaten für Violine & b.c. (1739)
op. 3 - 2 Concerts de simphonies für 2 Violinen, Viola & bass (1751)
op. 4 - 2 Concerts de simphonies für 2 Violinen, Viola & bass (1751)
Am zahlreichsten sind seine Opern und Ballette, Rameau schätzte sie; aber außer seinem größten Erfolg Les troqueurs ist noch nichts wieder aufgeführt worden.
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